Stand: 01. 04. 2007

Vita

Pierre-Paul Maillé, 1962 in Montréal/Kanada geboren, studiert Bildende Künste und Kunstgeschichte an der Concordia University in Montréal. 1987 erhält er ein Stipendium für einen Spezialisierungsstudiengang in Bildhauerei an der Université du Québec à Montréal. Seit 1988 lebt er in Deutschland - in Berlin, München, heute wieder in Berlin.

Er fertigt Skulpturen aus Stahl, Holz, Plastik, Keramik. Beeinflusst durch Praktika in der Gipsformerei Preußischer Kulturbesitz und in der Bronzegiesserei Noack in Berlin, stellt er Skulpturen aus Gips und Bronze her. Diese Materialien ermöglichen ihm eine grössere Variationsbreite im Ausdruck.

Im Jahr 1991 lernt er den Berliner Maler und Grafiker Willibrord Haas kennen, wird sein Assistent und lernt von ihm die Radierkunst. Neben Aquarellen und Acrylbildern entstehen nun zahlreiche Radierungen; Aquatinten und Kaltnadelradierungen.

Seit 1979 hat Maillé an zahlreichen Gruppenausstellungen in Montréal, Wiesbaden, Berlin, Baden-Baden, München, Tokio/Japan, Lòdz/Polen, Ville-Marie/Kanada und auf Helgoland teilgenommen. Er ist einer der Künstler, der die East-Side-Gallery in Berlin mit gestaltet hat.

Bizarre, auf den ersten Blick unverständlich wirkende Formen beherrschen die Kompositionen Maillés. Doch die Formen, die teilweise ostasiatischen und arabischen Schriftzeichen nach empfunden sind, transformieren sich bei längerer Betrachtung und werden zu tanzenden Figuren. Diese tanzenden Schriftzeichen sind kennzeichnend für die Radierungen Maillés - sie verleihen seinen Radierungen grosse Lebhaftigkeit und einen unverwechselbaren Stil: Auf der einen Seite zarte Farben und Linien, Transparenz und subtile Räumlichkeit - auf der anderen Seite farbstarke freie Formen.

Einflüsse von Jackson Pollock und Henri Michaux werden sichtbar: Figuren greifen ineinander und durchdringen sich wie die Schriftzeichen in Pollocks frühen Werken - und wie bei Michaux kommt mit Hilfe kalligrafischer Zeichen das Unbewusste zum Ausdruck.

Sein bildhauerisches Oeuvre ist beeinflusst von Henry Moore, Eduardo Chillida und Max Bill. Die abstrakten Gips- und Bronzeskulpturen sind reine Form - weiche Linien, geschmeidig, biegsam, rund. Man möchte sie berühren und die Form ertasten - teilweise glatte, teilweise grobe Oberflächen, sinnliche Rundungen wechseln ab mit scharfen Kanten.
Alle Skulpturen sind sowohl in Gips als auch in Bronze erhältlich.

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